Zum Eichkatzerl

Auf Zeitreise
Wenn man eine Frankfurter Apfelweinwirtschaft betritt, hat man gelegentlich das Gefühl, einen auf interessante Art und Weise zeitlosen Raum zu betreten. Alles hat Patina, alles atmet Geschichte; hat man Platz genommen, kann man sich am Nebentisch genauso gut Fin-de-siècle-Frankfurter mit Zwicker vorstellen wie Zigarre rauchende Schoppepetzer aus den 50er Jahren oder Studenten im Parka, die gerade von einer Demo am Frankfurter Flughafen gekommen sind. Genau so eine Apfelweinwirtschaft ist das Eichkatzerl in der Dreieichstraße, also ganz knapp nicht mehr in Alt-Sachsenhausen gelegen. Seit etwa 1880 wird hier ausgeschenkt, Generationen von Frankfurtern und Touristen haben in der urigen Gaststube und auf den langen Bänken des Sommergartens ihre Bembel geleert und – vermutlich – herzhaft und gut gegessen. Ebenfalls Generationen von Eichkatzerln dürften diesem Treiben interessiert zugesehen haben – der Legende erhielt das Lokal seinen Namen aufgrund der vielen Eichhörnchen, die in den Bäumen vor der Tür leben. (Obwohl die Dreieichstraße recht verkehrsreich ist, dürften sich die Tiere übrigens auch heute dort noch wohlfühlen: der Sommergarten ist erstaunlich ruhig und lauschig.) Die Karte im Eichkatzerl ist ebenfalls zeitlos: Frankfurter Klassiker allenthalb (mit einer großen Auswahl an Schnitzeln), die Grüne Sauce ist frisch und kräuterig-säuerlich, den Apfelwein von Herkert aus Geiselbach gibt es (ganz traditionell auch das) auch zum Mítnehmen.
Sachsenhausen. Schöne Gartenwirtschaft. Traditionsreich.
aktualisiert am 23.08.2026
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Öffnungszeiten
Montag-Freitag: 17:00-00:00
Samstag und Feiertags: 16:00-00:00
Sonntag: Ruhetag

